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TOM OF FINLAND

Das Leben des Künstlers Touko Laaksonen: Spätestens seit in gewöhnlichen Buchläden die Bände mit den Zeichnungen von „Tom of Finland“ an den Kassen lagen, sind die ikonischen Überzeichnungen Touko Laaksonens – die Zeichnungen von durchtrainierten und ungehemmten Muskelmännern in Leder – einer breiten Masse bekannt geworden. Der Film TOM OF FINLAND zeichnet das faszinierende Porträt des finnischen Künstlers.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrt Touko (gespielt von Pekka Strang) in sein dunkles und rückschrittliches Heimatland Finnland zurück. Er lebt zusammen mit seiner Schwester Kaija (gespielt von Jessica Grabowsky). Obwohl sich die Geschwister sehr nahe stehen, weiß Kaija nicht, dass ihr Bruder schwul ist, denn Homosexualität ist illegal.

”Damals wurde ein schwuler Mann dazu gebracht, nichts als Scham für seine Gefühle und seine Sexualität zu empfinden. Dem wollte ich mit meinen Zeichnungen entgegenwirken, wollte Schwule zeigen, die glücklich waren und positiv dachten über das, was sie sind. Oh, ich habe mich nie wirklich hingesetzt, um das alles sorgfältig zu durchdenken. Trotzdem wusste ich von Anfang an, dass meine Männer stolze und glückliche Männer sein würden!“ Tom of Finland: His Life and Times, 1991

Touku kann weder frei lieben, noch sich selbst verwirklichen. Trotz der immerwährenden Gefahr einer rigorosen strafrechtlichen Verfolgung, beginnt er für sich und seine Freunde Bilder von ungezügelten, freien und stolzen schwulen Männern zu zeichnen. Während seiner Arbeit in einer Werbeagentur verliebt sich Touko in den Tänzer Veli „Nipa“ Mäkinen (gespielt von Lauri Tilkanen) – beide müssen ihre Beziehung lange geheim halten. Veli ermuntert Touko, seine Arbeiten anzubieten.

Schließlich tritt seine Kunst unter dem Pseudonym „Tom of Finland“ von Los Angeles aus ihren Siegeszug an. Er entfacht eine Revolution und wird zur Symbolfigur einer ganzen Generation junger schwuler Männer. Und zur Ikone der entstehenden „Lederszene“.

„Tom of Finlands“ Arbeiten sind mittlerweile in Museen rund um die Welt gezeigt worden: In Wanderausstellungen und als Bestandteil fester Sammlungen. Laaksonens Werk hat die Grenzen der Popkultur überschritten und hat sich seinen Platz in der Kunstwelt erobert.
“Tom of Finland hat schwule Männer befreit. Sein Mut lebt weiter und inspiriert weiterhin Menschen, sowohl sich selbst als auch ihre Leidenschaften auszudrücken.“  – Jan Förster, Direktor der Kunsthalle Helsinki

Seinen großen Durchbruch hatte er in den 1970er-Jahren, als eine ganze Generation schwuler Männer, die mit den „Tom of Finland“- Zeichnungen aufgewachsen waren und diese buchstäblich verkörperten, Touko Laaksonen nach Los Angeles einluden. Laaksonen flog los, um zu sehen, wie seine Fantasien Fleisch und Blut geworden waren. Mit seiner Kunst hat Touko Laaksonen zahlreiche Künstler inspiriert und beeinflusst, darunter auch Musikikonen wie Freddy Mercury, Andy Warhol, Madonna und oder Fashonist Jean Paul Gaultier.
Der preisgekrönte Filmemacher Dome Karukoski erzählt im spannenden Biopic TOM OF FINLAND nicht nur über das Leben und die Arbeit einer der einflussreichsten Figuren der Schwulen-Kultur des 20. Jahrhunderts, sondern bringt eine berührende Geschichte um wahre Liebe und das Recht auf persönliche Freiheit auf die Leinwand.

Der Film enthält keine bedrohlichen Bösewichte oder unsichtbaren Superhelden. Alle Charaktere sind menschlich, sie haben sowohl ihre Schwächen als auch ihre Stärken.

Es ist nicht mehr nötig zu beweisen, dass Homosexuelle “gleich gut” oder “genauso” wie Heterosexuelle sind. Das ist mittlerweile jedem klar. Dieser Film handelt stattdessen von Touko Laaksonens spannendem und sonderbarem Leben, und davon, wie ein Junge aus einer Kleinstadt in Finnland die Welt verändern konnte, indem er eine neue Version von ihr zeichnete. Durch die Kunst von „Tom of Finland“ ist die Welt zu einem schöneren und freudigeren Ort geworden – nicht nur für Schwule, sondern für jeden von uns.