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Mitarbeiternetzwerke helfen Senioren

Frankfurt/M.: Spende für den Besuchsdienst „Rosa Paten“– „Wir wollen zeigen, dass Menschen mit lesbischer, schwuler oder Trans-Identität Unterstützung brauchen, egal welcher Generation sie angehören“, so Jean-Luc Vey, Vorstand der Stiftung „Prout at Work“. Gemeinsam mit dem „Völklinger Kreis“ und den „Wirtschaftsweibern“ hat die Stiftung 350 Euro zugunsten des Projekts „Rosa Paten“ gesammelt. Norbert Dräger von der Frankfurter AIDS-Hilfe strahlte bei der Scheckübergabe am gestrigen Abend im Café SWITCHBOARD der AIDS-Hilfe.

Prout at Work wurde vor drei Jahren durch acht Unternehmen gegründet und wird inzwischen durch insgesamt 22 Unternehmen unterstützt. Die Stiftung befasst sich mit unterschiedlichen sexuellen Identitäten am Arbeitsplatz, setzt sich gegen Diskriminierung und für Offenheit ein.

Der Völklinger Kreis ist ein Netzwerk schwuler Selbständiger und Führungskräfte, der Verein Wirtschaftsweiber ist eine Gruppe lesbischer Managerinnen. Gemeinsam setzen sich die drei Organisationen für ein diskriminierungsfreies Arbeits- und Lebensumfeld für Menschen mit LGBTIQ-Identität ein.

In jedem Jahr sammeln diese drei Organisationen Spenden, um schwul-lesbische Projekte zu fördern. In diesem Jahr werden u.a. die Rosa Paten unterstützt. Die Rosa Paten sind eine ehrenamtlich arbeitende Gruppe, denen es darum geht, die Isolation älterer schwuler Männer zu durchbrechen. Die Paten besuchen regelmäßig schwule Senioren. Viele dieser alten Männer leben aufgrund ihrer schwulen Biografie heute isoliert und vereinsamt. Aufgrund der früheren Verfolgung konnten viele von ihnen bis ins hohe Alter keinen selbstbewussten Umgang mit ihrer Sexualität entwickeln und versuchen, ihre Identität zu verstecken.

Die Rosa Paten unternehmen mit ihren Schützlingen Ausflüge, gemeinsame Unternehmungen und vieles mehr. Das von den drei LGBTIQ-Organisationen gesammelte Geld wird für derartige Freizeitaktivitäten mit den Senioren eingesetzt werden.