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Double Play zwischen zwei Ledermännern

Kein Friseur, Handwerker, Finanzierungsberater oder sonst irgendein Dienstleister wird jemals darum gebeten werden, einen Kollegen zu organisieren, um die Dienstleistung gleich von zwei Fachkräften ausführen zu lassen. In der Sexualität sieht das natürlich ganz anders aus. Warum? Ganz einfach: Weil hier der Weg das erklärte Ziel ist. Es zählt eben das Erlebnis, nicht was am Ende passiert. Das kann ja auch jeder selber alleine zuhause.

Üblicherweise werde ich nach der ersten oder zweiten erfolgreichen Sitzung mit dem Wunsch konfrontiert, die positiven Erlebnisse durch Verdopplung meiner Person zu potenzieren. Während sich in der klassischen Sexualität (also nackelig im Bettchen) der positive Effekt der Verdoppelung im wesentlichen auf mehr Möglichkeiten, Haut zu spüren, beschränkt, ergeben sich beim BDSM aufgrund der teilweise technischen Anforderungen einer Sitzung ungeahnte zusätzliche Vorteile.Das sind ganz simple Gründe, denn einer bespielt den Sub, während der Andere das nächste Spielsetting vorbereitet, also zum Beispiel Fesselungen vornimmt, Kondome über die Dildos zieht oder den Lederhänge-Käfig rauskramt und aufhängt. Es entstehen also keine Pausen, die Geduld beanspruchen, sondern der Sub bekommt dann ein Erlebnis nonstop neben den üblichen – und primär wahrgenommenen Vorteilen von zwei Tops (zB der Doppelpenetration).

Auch kann ich durch Hinzufügen einer weiteren Person die Bindung des Sklaven zu mir herausarbeiten bzw damit auch spielen. Zum Beispiel:
„Ich will, dass du jetzt meinem Kollegen deinen Hintern anbietest, dass er diesen ordentlich durchnehmen kann, so das er happy ist. Denk dran, dass du das für mich machst – insbesondere wenn es schwierig wird.“ Ich positioniere mich dann immer vor diesem Spektakel und schaue meinem Günstling dabei in die Augen. Das eigentliche Spiel findet dann tatsächlich eher in unserem Blickverkehr statt und nicht am Po meines Zöglings, denn das ist dann nur ein Mittel zum Zweck.

Wie in anderen kreativen Berufen ist beim Hinzufügen einer weiteren Person das Fantasiefeld natürlich um einiges größer. Ich gebe zwar in der Regel schon die grobe Richtung vor, aber insbesondere in der Ausarbeitung sind meine Kollegen einfach spitze. Ich habe ja schon erzählt, dass ich nur „Dogplay“ ansprechen muss und schon steht mein Kollege Master Alexander mit Leine und Halsband parat und sprudelt nur so von Ideen: „Ich will ihn Gassi führen“,„Ich will ihn dressieren…“ oder „lass mich Stöckchen werfen!“

Bei reinen Erniedrigungsspielen ergeben sich hier ganz neue Dimensionen, denn nichts verstärkt deine Erniedrigung so intensiv wie ein Publikum – selbst wenn es nur aus einem weiteren Ledermann besteht. Zum Beispiel:
Dominus: „So, jetzt gehst du Opfer mal zu meinem Kollegen rüber, ziehst deine Hose runter und zeigst ihm mal deinen kleinen hässlichen Pillemann.“ Den Effekt kann man natürlich steigern, wenn ich mit meinen Kollegen über den zu Erniedrigen spreche, als wenn er gar nicht im Raum wäre. Dominus: „So Alexander, jetzt schau dir mal diese Schrottversion eines männlichen Gliedes an. Was hältst du denn davon?“
Alexander antwortet (während das Opfer noch immer brav „vorzeigt“): „Gut dass er eine Schwuchtel ist, denn Kinder zeugen konnte er damit sicher nicht.“
Dominus:„Er hat mir ein Bild von diesem komischen Gewächs direkt bei der Kontaktaufnahme zugesendet. Ob er sich gedacht hat, dass mich das diese missgebildete Zipfelchen irgendwie anmacht?“
Alexander:„Naja es macht ja auch an… um sich darüber lustig zu machen!“.
Wir beide lachen uns herzlich an und prosten uns zu, während unserer Opfer immer noch mit heruntergelassenen Hosen vor uns steht und seinen Penis zum Vorzeigen zwischen seinen Fingerspitzen hält.

Bei Spielen ohne Erniedrigung reicht es oftmals schon, wenn ein Sub zwischen uns beiden Leder Männern steht und ausschließlich unser glänzendes und wohlriechendes Leder vor seinem Sichtfeld hat. Meistens wird hier das für Dominanz stehende Material geleckt und geküsst. Selbiges gilt auch für die mainstreamartige Praktik des Stiefelleckens. Durch die Verdopplung kommt mein Günstling dann sogar teilweise in einen wundervollen Rauschzustand, den wir Doms dann richtig genießen können. Gibt ja nichts Schöneres als Subs, die sich durch den Genuss ihres präferierten BDSM-Elementes wirklich fallen lassen-, die Welt um sich herum vergessen- und sich dir und dem Spiel voll und ganz hingeben können.

Master André alias Dominus.Berlin ist 40 Jahre alt und arbeitet seit Jahren als Dominus deutschlandweit (www.dominus.berlin). Er stammt aus Düsseldorf und arbeitet nun in einem der bekanntesten Domina-Studios Berlins. Seine Erfahrungen und Erlebnisse- sowie die seiner Kollegen und Kolleginnen – werden in regelmäßigen Blogbeiträgen auf der Studioseite veröffentlicht: http://studioluxberlin.de/cms/dominus-berlin.html