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Die weisse Erotik: Klinik Sex

Für uns Dominas ist es üblich, im Schnitt einmal im Monat zu verreisen und in anderen Studios zu gastieren. Diesmal bin ich gemeinsam, mal wieder mit Kollegin Victoria Violence, im legendären alten bizarren Bahnhof in Duisburg. Dieses seit über 20 Jahren etablierte Studio, ist schon eine besonders renommierte Adresse für die BDSM Jünger und auch das Einzige in dieser Größenordnung in der Stadt. Ich finde hier in fast ein Dutzend Themenräumen für jede Inszenierung den passenden Ort sowie entsprechendes Werkzeug vor. Ich kann sogar zwischen zwei unterschiedlich designten Klinikräumen wählen, was von Vorteil ist, denn meine Kollegin und ich haben heute viele „medizinische Termine“. Wir unterstützen uns dabei gegenseitig indem wir den Kunden des Anderen empfangen. Das sieht dann in meinem Falle so aus:

Mein Klient klingelt an der Tür und Victoria öffnet ihm in ihrem knallengen, weißen Latex-Dress die Türe. Sie führt ihn in mein auserwähltes Klinikzimmer. Er ist gar nicht bisexuell und daher ergibt sich auch kein Spiel zu dritt, aber als Intro für eine gelungene, medizinisch-sexuelle-Untersuchung ist das schon sehr wirkungsvoll. Zudem wird mein Auftritt später damit ja ordentlich „gehyped“. Routiniert und distanziert teilt sie ihm mit, dass er sich hinter dem Paravan bis auf die Unterhose „freimachen“ – sowie dann Platz nehmen soll und verlässt damit etwas kaltschnäutzig aber zeitgleich authentisch wieder den Raum.

Ohne im Raum zu sein, weiß ich was geschieht, denn der Klient kommt nicht umhin, von diesem Platz aus direkt auf den großen gynäkologischen Stuhl zu blicken und sich vorzustellen, wie er höchstwahrscheinlich gleich dort platznehmen – und seine Beine vor mir spreizen muss. Auch wird sein Blick in diesem besonders authentischem Raum jetzt mit Sicherheit über die von mir vorbereiteten medizinischen Untersuchungsinstrumente wandern, welche eine Mischung aus Vorfreude und Angst auslösen werden.

Als ich den Raum mit Arztkittel, Stethoskop um meinen Hals und brandneuen Arztclogs betrete, finde ich zwar keinen ängstlichen – aber sehr motivierten Mann Ende 30 vor, der mir sogar ein kleines Vorfreudelächeln anbietet.

Ich nehme dieses Lächeln auf und agiere freundlich, bestimmend und sage, wie es sich für einen Mediziner gehört, in einem herrlich-professionell-distanzierten Ton: „Herr Braun, Sie sind hier zur medizinisch sexuellen Untersuchung, ist das richtig?“ Obwohl wir uns im Vorgespräch geduzt haben, siezen wir uns jetzt und manifestieren somit unsere Rollen. Es folgen nun viele sehr indiskrete Fragen und nach dem Füllungsgrad seiner Unterhose zu urteilen geht mein Klient voll auf diese peinliche Befragung ab: „Bitte nennen Sie Ihre sexuelle Grundausrichtung“,„ Praktizieren Sie Sex?“,„ Sind Sie bei der Penetration aktiv oder passiv?“, „ Wie schnell wird ihr Penis hart?“, „ Bitte schätzen Sie die Menge ihres Spermas“, „Ist ihre Vorhaut bedenkenlos beweglich?“, „ Haben Sie Hämorrhoiden?“ und viele Weitere.

Natürlich muss ich nun alle Angaben auch physisch überprüfen und bitte ihn seine Unterhose auszuziehen und auf dem gynäkologischen Stuhl Platz zunehmen. Sein Penis ist bereits sehr steif. Routiniert ziehe ich Latex Handschuhe an und taste nun seinen Hoden ab. Ich teile ihm mit, dass ich aufgrund der Hautbeschaffenheit eine Nadelung dort für angebracht halte. Er willigt sofort ein. Irgendwie haben wir nun beide ein Vorfreude-Lächeln auf den Lippen, als ich die ganzen kleinen Nadeln aus ihren Hüllen heraushole und vorsichtig mit meiner Nadelbehandlung beginne. Man kann mit Nadeln wirklich ein kleines Netz spannen. Der erregende Effekt für den „Patienten“ ergibt sich, wenn der „Herr Doktor“ dann sanft mit den eingeölten Latex-Handschuhen über dieses Netz streichelt. Nachdem ich die Nadeln entfernt – und alles desinfiziert habe (nein, das blutet übrigens nicht), lasse ich ihn wissen, dass ich nun seinen Analbereich untersuchen werde. Mit einem Anal-Spreitzer öffne ich nun seinen Po und blicke direkt dort hinein. Ich lege ganz besonderen Wert darauf, ihm meine Aussichten detailliert zu beschreiben, so dass er sich wieder ein wenig beschämt fühlen kann, das ich nun nicht nur verbal in ihn eindringe, sondern nun auch mit meinen Blicken. Ich entferne das Instrument, reinige demonstrativ meine Hände mit dem Desinfektionsspender, nehme neue Handschuhe und starte meine anale Untersuchung mit den Worten: „Entspannen Sie sich nun“. Ich befühle nun seinen gesamten Analbereich und kommentiere jede noch so kleine Unebenheit. Ich sehe, dass er diese akribisch genaue Erforschung einer seiner intimsten Stellen seines Körpers und die damit verbundene Scham, sehr genießt.

Nach noch einigen weiteren Untersuchungen, mache ich ihm unmissverständlich klar, dass ich nun eine Sperma-Probe benötige. Ich nehme hierzu die Melkmaschine, um die mein Klient mich extra gebeten hat. Ja, so eine Melkmaschine sieht nicht nur so aus-, sondern funktioniert wirklich wie die Melkmaschine bei Kühen. Durch die Abwechslung von Druck und Unterdruck entsteht ein reizendes Gefühl so dass Kuh und Mann irgendwann bereit sind, eine weiße Flüssigkeit preiszugeben. Dieses Gerät sieht zwar optisch nicht sehr reizvoll aus, Aber wenn es einmal auf einen Penis aufgesetzt – und fachmännisch geführt wird, dann ist ein Orgasmus hier in der Regel garantiert. Auch mein Patient beäugt kritisch dieses Gerät jedoch schon beim Eintauchen seines Gliedes in den silikongetränken Latex-Schlauch ändert sich sein Gesichtsausdruck von Skepsis auf Entspannung. Bei Bedienung des Gerätes schaue ich ihm tief in die Augen und beginne die Untersuchungen verbal aufzuarbeiten. Im Gewitter meiner Verbalerotik kommt er schließlich zum Höhepunkt und sackt danach auf dem Stuhl in sich zusammen. „Das war wirklich der Hammer“, sagte er noch etwas hechelnd.

Ich ziehe meinen Kittel aus und schlüpfe damit auch gleich auch aus meiner Rolle des Bizarr-Doktors. Es fällt uns nun leicht mit einem Abstand über das Geschehene gelockert zu sprechen und sich der vielen erzielten Effekte zu erfreuen.