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Das Spiel mit dem Feuer

Wachsspiele? Ist das etwa wieder Soft-SM? Natürlich assoziiere ich bei diesen Spielen auch eher ein Teenager-Girly, welches 50 Shades of grey geguckt hat und nun zwischen der ersten und der zweiten Nummer – mithilfe eines armselig-romantisch-platzierten und billigen Teelichtes – die kleinen unbenutzten Brustwarzen ihres Entjungferers verbrüht und dabei auch noch blöd kichert.
Aber lasst euch von derartigen Klischees nicht täuschen, denn das ist zwar die Abteilung „subtiler BDSM“, welche bei richtiger Anwendung aber wirklich effektvoll sein kann. Einer der wichtigsten Tricks ist, dass man erst mal viel Abstand zwischen tropfender Kerze und Haut des Spielpartners lässt. Der Schmelzpunkt ist aufgrund des Ölanteils nicht bei jedem Kerzenwachs gleich, jedoch liegen die Unterschiede bei max. 15°C. Wenn ich also Kerzenwachs in einem hohen Abstand  auf meinen Bottom träufle, dann kann ich diesen Temperaturunterschied einfach ausgleichen.

Ist ja klar, dass das Wachs, je länger sein Fallweg ist, sich umso mehr abkühlt bis es auf die Haut trifft. Hier liegt auch der Teil des schönen Spieles für den Top, denn ich kann die Intensität des Schmerzlevels durch Absinken der tropfenden Kerze steigern und mein Opfer stärker leiden lassen.
Getreu nach meiner BDSM-Hauptregel: „Steigern kannst du dich immer“ fängt man eben sehr weit oben an und bitte: Erstmal ein paar Tröpfchen – nicht gleich alles auf einmal. Ich empfehle zudem grundsätzlich bei jeder Sitzung seinem Sub mal die Augen zu verbinden. Der Sub hat dann auch mal die Möglichkeit, ausschließlich bei seinen eigenen Empfindungen zu sein und erlebt die Sitzung physisch viel intensiver.
Hat man seinen Sub schon eine Zeit lang bei verbundenen Augen mit heißem Wachs verwöhnt, ist es ein ganz besonderes Erlebnis ihm einfach ein Glas kaltes Wasser über den Körper zu schütten. Es ist in diesem Moment nicht möglich, die Empfindung von heiß und kalt zu unterscheiden und der Sub glaubt, nun sei es um ihn geschehen …. bis ihm einen Moment später klar wird, dass irgendwie doch nichts passiert ist und es etwas anderes als heißes Wachs gewesen sein muss.

So ein Brainfuck geht nur im Vertrauensverhältnis, sonst reißt sich dein Sub los, um „sein Leben zu retten“. Es gilt tatsächlich auch Teelichter zu vermeiden, denn neben der umwerfenden IKEA-Erotik-Ausstrahlung birgt diese primitive Alu-Schale zudem schon in die Gefahr, dass sich der Top daran bereits verbrüht. Zweifellos unerotisch. Ich empfehle Grablichter, weil schon alleine die Plastikhülle ein schönes „Portionieren“ möglich macht. Aber weiße Kerzen tun es in der Regel auch.
Dass manche Körperstellen wie Schenkelinnseiten viel sensibler sind, ist selbsterklärend.
Schleimhautregionen lasse ich aus, denn die Schmerzen dort sind oftmals unberechenbar und können auch bleibende Schäden hinterlassen – ist nich meins.

Noch ein unerwünschter Nebeneffekt des Wachses ist das Abziehen von der Haut nach dem Lustspiel. Das Erotik-Level ist hier ähnlich hoch wie bei dem des Überstreifen eines Kondoms – also NULL.
Insbesondere haarige Männer verfluchen so etwas. Selbst mit Öl im Pelzchen werden Bärchen diese Spiele eher meiden. Ich empfehle übrigens die Investition in Malerfolie, die es im Baumarkt für kleines Geld zu kaufen gibt (s. Bild linke Seite), um den Ablöseprozess zu vereinfachen. Dein Sub kann das abgezogene Wachs direkt auf die Folie fallen lassen, es kommt fast nichts mehr in den Duschabfluss und Tropfen, die ihn beim Spiel nicht erreicht haben, sind ebenfalls direkt auf der Folie und nicht auf dem Boden.

Lasst euch nicht erzählen, dass es Böden gibt, von denen man Wachs „einfach abkratzen“ kann. Denn auch die glatteste Fliese hat irgendwo ihre Fugen, aus denen das Wachs immer schwer heraus zu popeln ist. Ein Vorteil dieser Plastikunterlage ist zudem, dass man seine Sitzung prima mit Natursektspielen beenden kann, der dann ebenso nicht in etwaige Fugen läuft.
Stell dir vor, dass Dein Körper soeben lange und ausgiebig mit dieser kurzzeitig sehr schmerzenden Substanz beträufelt wurde und deine Haut jetzt durch die Erhärtung dieser Substanz stark angespannt ist.


Deine Hand zum Wichsen ist das Einzige, das nun von deinem Top befreit wird. Du liegst dort ansonsten stark gefesselt, siehst wie dein Top seinen Lederhosenstall öffnet und lächelnd seinen Dicken herausholt. Ein kurzer Moment zur Lösung der Anspannung bei deinem Top vergeht noch und dann ergießt sich sein wohliglich warmer, intimer und zeitgleich erniedrigender Harn auf deiner eingewachsten fast steifen Haut. Das ist ein irres Gefühl …. zum „Kommen geeignet“. Viel Spaß!

Master André alias Dominus.Berlin ist 40 Jahre alt und arbeitet seit Jahren als Dominus deutschlandweit (www.dominus.berlin). Er stammt aus Düsseldorf und arbeitet nun in einem der bekanntesten Domina-Studios Berlins. Seine Erfahrungen und Erlebnisse- sowie die seiner Kollegen und Kolleginnen – werden in regelmäßigen Blogbeiträgen auf der Studioseite veröffentlicht: http://studioluxberlin.de/cms/dominus-berlin.html