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Berauschende Enge

„Der steckt einen Typ in nen Sack, zieht die Gurte zu und kassiert dafür Kohle“, würde eine unwissende, zynische Zunge behaupten. Das mag äußerlich so wirken, aber logischerweise passiert inhaltlich viel mehr. Für den aktiven Spieler liegt der Reiz natürlich mit darin, dass neben dem „Ausgeliefert-sein“ der Passive zudem auch eine Objektifizierung erfährt. Der „Depersonalisierungseffekt“ einer Maske wird durch einen Leder- oder Latexsack im Grunde genommen vervollständigt. Wenn man dann noch zusätzlich z.B. einen Lederfetisch hat und entsprechendes „Verpackungsmaterial“ verwendet, dann avanciert der Spielpartner zu einem „lebenden-fetisch-Spielzeug“ – und das ist wundervoll!

Hannes ist mit seinen 31 Jahren weit unter dem Durchschnittsalter meiner Klienten, das so bei Mitte bis Ende vierzig liegt. Er liegt vor mir im Leder-Sack, seine Hände bereits fixiert durch die engen Seitentaschen des Sacks und ich bin dabei, den Reißverschluss zuzuziehen und ihn dann fest zu verschnüren. Dieses Ensemble bestehend aus Mensch und Leder liegt auf einer Rollliege auf dem Fußboden, so dass ich mein „Leder-Päckchen“ später schön einfach durch den Raum bewegen kann. Sein Gesicht guckt noch raus und er beobachtet meine Schnüraktionen wohlwollend sowie mit leicht devotem Blick. Das Letzte, was er nun sehen soll, ist mein Gesicht, bevor ich ihm die Maske überstülpe. Daher beuge ich mich nun über ihn, blicke ihn mit vorfreudigen Augen an und lächle noch leicht, bevor ich die Maske über sein Gesicht ziehe. Die Maske ist um die Augen herum leicht perforiert, so dass man noch Lichteindrücke wahrnehmen kann und eine Öffnung am Mund erleichtert die Atmung oder das Einführen von …

Ich öffne die Reißverschlüsse an den Brustwarzen sowie im Genitalbereich und hole entsprechende Inhalte zum Spielen hervor. Mit zwei kleinen Vakuumpumpen sauge ich seine Brustwarzen an und sensibilisiere diese insbesondere durch eine längere Einwirkzeit auf dramatische Weise. Sein bestes Stück wird einfach erstmal abgebunden. Mein Päckchen ist nun fertig geschnürt und vorbereitet. Es breitet sich in mir ein wundervolles Gefühl aus. Irgendwas zwischen Macht und Geilheit gepaart mit einer fast infantilen Spielfreude.

Ich schiebe ihn vor die Regalwand, schalte die dortige LED-Beleuchtung auf intensive Lichtwechsel, beuge mich über seine Maske und teile ihm während ich über seinen in Leder verpackten Körper streichle: „Ich erwarte, dass du das mindestens eine halbe Stunde lang durchziehst!“. Ich drehe nun den psychedelischen-elektro-ambient-Sound auf und verlasse den Raum hörbar durch Zuknallen der Tür. Er weiß aus dem Vorgespräch, dass ich ihn via Cam beobachte. Wenn ich dort starke Regungen bemerke, dann gehe ich runter, aber Hannes hält durch. Ich sehe, wie die Lichter auf dem Leder leicht gespiegelt werden und höre die dazu passenden Klänge bis oben in der Küche. Sein Teil bleibt erstaunlich lange erregt, denn er genießt zum einen diese Enge und zum anderen die Aufgabe, für mich durchzuhalten, denn er weiß, dass ich mich freue, wenn man das für mich schafft.
Manchmal wünsche ich mir in diese Tagträume meiner Wegschnürkandidaten direkt eintauchen zu können, denn das Kopfkino läuft auf Hochtouren und ist nach Berichten mehr als nur ein Looping der gleichen Gedanken. Der geübte Anwender schafft es in eine andere Bewusstseinsebene (Subspace) zu driften. Die Gedanken hier werden mit einem Rauschzustand verglichen, der ohne Zugabe von entsprechenden Mitteln erreicht werden kann, was ich persönlich sehr begrüße.

Zwischendurch schleiche mich in den Raum, mache mein Teil steif und schiebe selbigen für ihn überraschend in seinen Mund. Er nuggelt ganz brav und dankbar daran. Danach wird er wieder alleine gelassen.
„Hast du kleine Drecksau das ja gut durchgezogen“ rufe ich begeistert 30 min. später in den Raum und beginne nun wieder mein „Leder-Päckchen“ zu befummeln. Ich entferne nun die Vakuumpumpen und es ertönt ein witziges „Plop“ dabei. Seine kleinen süßen rosa Brustwarzen
sind nun umrandet mit einem rötlichen Kreis und durch das stetige Ansaugen hypersensibel. Es reicht, diese nur leicht zu berühren und mein Spielpartner windet sich in seinem Ledergefängnis.

Ich schließe später mein Lieblingsspielzeug an: Elektrostimulation. Eine Klammer an jede Brustwarze… ach das ist klasse, weil Hannes nun an der Stelle stetig stimuliert wird und ich kann mich derweil seinem besten Stück widmen. Auch hier verwende ich Elektrostimulation und setze an „die schöne Stelle“ Elektro-Pads. Sanftes auf und ab an der für uns Männer besonderen Stelle und der Strom, der durch das an meinen Händen aufgewärmte Öl prima geleitet wird, zischt gleichmäßig durch seinen Penis bzw. Körper. Ich ergänze das Spiel durch meine Spezialität: Dirty-Talk. Dafür bin ich bekannt, dass ich mit meinem Mundwerk eine exzentrische Storyline zwischen Realität und Fiktion erzeugen kann und diese mit entsprechender Wortakrobatik zu einem gewaltigen Feuerwerk verbaler Action aufsteigen lasse.

„Nein, es wird noch nicht gekommen“ sage ich etwas später lächelnd und entferne die Pads. Ich hole den Masturbator oder auch „Fleshlight“ genannt. Denn das Gerät sieht aus wie eine übergroße Taschenlampe; hat jedoch vorne anstelle des Lichts eine Öffnung aus extrem weichen Silikon, das wenn man es mit Öl beträufelt somit ein megageiler fleischiger Schlund für des Mannes bestes Stück entsteht. Schon beim ersten Eintauchen höre ich meine Spielgefährten immer sofort laut aufstöhnen. Ja, das rockt! Mein lebendes Leder-Spielpäckchen hab ich jetzt somit gut „in der Hand“ und er kann sich nicht dagegen wehren. Ich starte wieder mit meinem „Verbal-Gewitter“ und hole vergangene Textpassagen, die ich vom Gegenüber durch Stöhnen als unsere „Highlights“ identifizieren konnte, hervor und wiederhole diese mit neuen Worten und einfach mal ne Runde lauter. Aufgrund der guten Kommunikation mit ihm über meine verbale Action und seinem Stöhnen, ist nun auch Edging möglich. Heißt im Klartext: Immer wieder kurz vor den Orgasmus bringen und dann stoppen. Das mag auf den ersten Blick anstrengend oder negativ klingen – ist es aber nicht. Das Zurücklaufen des Spermas löst einen positiv-physischen Effekt aus – die Orgasmuskontrolle natürlich den psychischen Kick der Macht.

Zwei Mal lasse ich den Höhepunkt nicht zu. Die noch immer an seine Brustwarzen befestigten Klemmen, welche seine Nippel mit Strom versorgen, werden nun sukzessive immer intensiver gestellt und beim dritten Versuch den Gipfel zu erklimmen, lasse ich es fontänenartig aus ihm herausschießen. Wundervoll… Ein Orgasmus, der durch Edging erzeugt wurde, ist nicht nur um ein Vielfaches intensiver, sondern ebenfalls gekennzeichnet durch einen viel weiteren Auswurf – bzw. eine bedeutend größere Menge an Sperma.
Hannes ist beim Öffnen des Ledersacks sichtlich völlig erschöpft, daher öffne ich nur die ganz beengenden Teile und wir bleiben noch ein wenig dort auf dem Fußboden gemeinsam liegen bzw. sitzen, um wieder runterzukommen. Dann geht’s unter die Dusche.
In der nächsten Ausgabe geht es um den Kick durch Körpergeruch. Hast du einen Eintrag in diesem Jahr ins Tagebuch verpasst? Das vollständige Tagebuch findest du online unter www.boxmagazin.com/category/tagebuch

Master André alias Dominus.Berlin ist 37 Jahre alt und arbeitet seit Jahren als Dominus deutschlandweit (www.dominus.berlin). Er stammt aus Düsseldorf und arbeitet nun in einem der bekanntesten Domina-Studios Berlins. Seine Erfahrungen und Erlebnisse- sowie die seiner Kollegen und Kolleginnen – werden in regelmäßigen Blogbeiträgen auf der Studioseite veröffentlicht: http://studioluxberlin.de/cms/dominus-berlin.html